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Deutschsprachige Reiseleitung


Informationen
Kibale Nationalpark

Kibale ist der zugänglichste der großen Regenwälder Ugandas am Fuß des Ruwenzori-Gebirges. Der Park liegt auf einer Höhe zwischen 1.590 m im Norden und 1.110 m im Süden, was die Verschiedenartigkeit seiner Vegetation erklärt. Es handelt sich daher um einen Übergangswald zwischen Bergwald und gemischtem tropischen Laubwald. Aufgrund der unterschiedlichen Vegetation leben hier nicht weniger als 13 Primatenarten, darunter die seltenen Roten Colobus-Affen und Vollbartmeerkatzen.

Doch die Hauptattraktion des Parks ist zweifellos die Möglichkeit unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen aufzuspüren. Jedoch sind diese in den dichten Wäldern ohne Führer kaum zu finden. Deswegen steht Ihnen ein einheimischer Naturführer zur Verfügung, der ihre bevorzugten Futter- und Schlafplätze kennt. Er vermag schon aus der Ferne am Geräusch zu unterscheiden, ob Schimpansen, Rotschwanz-Meerkatzen, Stummelaffen oder andere Primaten unterwegs sind. Die Guides im Kibale Nationalpark mit ihrer bis zu zehnjährigen Erfahrung kennen viele der rund 800 scheuen Schimpansen so gut, dass sie Ihnen Namen gegeben haben. Die Wahrscheinlichkeit bei einer geführten Waldwanderung auf wilde Schimpansen zu stoßen liegt bei ca. 85 - 90 %. Vogelliebhaber dürfen sich auf 325 hier registrierte Vogelarten freuen.
Queen Elizabeth Nationalpark

Der 2.000 qkm große „QE“-Nationalpark gehört mit seiner außergewöhnlich vielfältigen Fauna zu den reichsten und best organisierten Parks ganz Afrikas. Fast 100 Säugetierarten und nicht weniger als 606 Vogelarten versprechen großartige Safari-Erlebnisse. Von Ihrer Unterkunft aus machen Sie mehrere Pirschfahrten in die offene Savanne zu den Uganda-Kobs, Buschböcken, Topis und Elefanten. Hier lassen sich am besten Löwen beobachten. Bei einer Bootsfahrt auf dem Kazinga Channel sehen Sie die wahrscheinlich größten Nilpferdvorkommen Afrikas. Mit etwas Glück können Sie hier auch einen Leoparden am Ufer entdecken.

Die Mweya Safari Lodge gehört zum Besten was Uganda zu bieten hat: die exklusive Lage mitten im Queen Elizabeth Nationalpark, die sehr komfortable Ausstattung mit exquisitem Restaurant und großem Pool und der hervorragende Service machen den Aufenthalt zu einem Genuss. Doch Vorsicht: direkt vor dem Hotelzimmer halten sich nachts grasende Flusspferde auf dem Hotelrasen auf. Manchmal kommen sogar die Löwen auf das Hotelgelände. Warzenschweine und Zebra-Mungos haben sich so sehr an den Menschen gewöhnt, dass sie sich hier ständig in ihrer Nähe aufhalten.
Bwindi Impenetrable Nationalpark

Der 331 qkm große Bwindi Nationalpark liegt im Südwesten Ugandas auf 1.200 m bis 2.600 m Höhe. Die Vegetation besteht hauptsächlich aus dichtem, undurchdringlichem Bergregenwald.
Daher wird er auch Bwindi „Impenetrable“ Forest genannt. Doch Ihr Ranger schlägt für Sie mit einer Machete eine kleine Schneise in das Unterholz. Im Park leben mehr als 300 Berggorillas. Dies sind fast 50 % der gesamten Weltpopulation! Neun weitere Affenarten kommen hier vor sowie Pinselohrschweine, Goldkatzen, Streifenschakale und sogar einige wenige Waldelefanten! Die Vogelwelt ist mit über 340 Arten vertreten und es gibt hier mehr als 200 Schmetterlingsarten in den buntesten Farben.
Berggorillas

Das Beobachten von Berggorillas ist sicherlich der Höhepunkt einer jeden Reise nach Uganda. Doch da das Trekking auch recht anstrengend ist, haben wir es nicht fest im Programm. Falls Sie es machen möchten, geben Sie dies bitte bei der Buchung mit an. Die wenigen Permits müssen sehr früh beantragt werden, denn die Gorilla-Touren unterliegen sehr scharfen Regeln: es werden nur 6 Personen (in Ruanda 8 P.) am Tag an eine an Menschen gewöhnte Gorilla-Familie heran gelassen. Um die Gorillas vor eingeschleppten Krankheiten zu schützen, dürfen Kranke (auch wenn Sie „nur“ einen Schnupfen haben) und Kinder unter 15 Jahren nicht teilnehmen.

Es stehen zwei Gebiete zur Auswahl: Im Bwindi Nationalpark, in dem ca. 300 Gorillas leben und drei Gruppen an die Safari-Touristen gewöhnt wurde. Oder im Karisimbi-Gebiet im benachbarten Ruanda, wo auch Diane Fossey ihre berühmten Feldstudien durchführte. Hier sind vier Gruppen an die Menschen gewöhnt worden. Der anstrengende Fußmarsch durch dichtes Unterholz ist nur für kerngesunde Teilnehmer mit guter Kondition geeignet. Im Bwindi-Park dauert das Trekking 3 - 6 Stunden und ist insgesamt anstrengender als in Ruanda. In Ruanda dauert es ca. 2 bis 4 Stunden. Trotz höchster Wahrscheinlichkeit kann keine Garantie für eine Sichtung gegeben werden, da die Gorillas in ihrem 10 bis 15 km2 großen Revier umherwandern. Doch da der Führer weiß, wo sie sich am Tag zuvor aufgehalten haben, kann man gut ihren frischen Fressspuren folgen.

Laut der jüngsten Zählung ist die Zahl der Berggorillas auf lediglich 700 Tiere weltweit geschrumpft. Das Erlebnis, vor einigen der letzten Berggorillas zu stehen, kann man nicht beschreiben. Selbst weit gereisten Naturliebhabern verschlägt es hier die Sprache. Die mächtigen bis zu zwei Meter großen Gorillas leben in erstaunlich friedfertigen Familienverband von 9 - 35 Tieren, der von einem bis zu 170 kg schweren „Silberrücken“ angeführt wird. Wenn Sie strikt den Anweisungen ihres Guides folgen, können sie sich bis auf wenige Meter der Gorillagruppe annähern. Sie verhalten sich weit weniger aggressiv als die Schimpansen und sind nahezu lautlos. Die meiste Zeit des Tages sind sie am Fressen oder Faulenzen. Sie sind übrigens reine Vegetarier.

Achtung: Frühzeitige Buchung erforderlich wegen der streng limitierten Gorilla-Permits!

Da es nur noch wenige hundert Berggorillas gibt, geht ein Teil des Reisepreises an den Verein „Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V.“. Diesen Verein können wir Ihnen besonders empfehlen, da er massgeblich zum Schutz der allerletzten Gorillas in Ostafrika beiträgt. Nähere Infos unter www.berggorilla.de.