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News aus Peru und Bolivien


Peru

Umrechnungskurs (Stand: Dezember 2011)

  • Der Umrechnungskurs für die peruanische Währung liegt bei etwa:
    2,70 Soles für 1 US-Dollar und 3,53 Soles für 1 EUR .

Benzinpreise (Stand: Juli 2011)

  • Benzin ("Gasolina "): ca. 1,20 $ pro Liter
  • Diesel: ca. 0,90 $ pro Liter


EU stellt Hilfe für 11 Länder in Lateinamerika ein
Dezember 2011
Die Europäische Kommission hat beschlossen, bis zum Jahr 2014 ihre bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit neunzehn Ländern einzustellen. Der neue EU-Haushalt (2014-2020) sieht unter anderem die Einstellung der Hilfe für die lateinamerikanischen Staaten Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Venezuela, Mexiko, Panama, Peru und Uruguay vor.

“Unser Budget ist begrenzt und wir müssen uns auf die bedürftigsten Länder konzentrieren”, erklärte EU-Kommissar Andris Piebalgs in einer Pressekonferenz. Nach seinen Worten sind die ausgegrenzten Staaten inzwischen in der Lage, die Armut unter der Bevölkerung aus eigener Kraft zu bekämpfen.

Eine europäische Konföderation der Hilfsorganisationen bezeichnete den Ansatz als fehlerhaft, da große lokale Konzentrationen von Armut innerhalb der Länder ignoriert werden. “Die Europäische Kommission muss sicherstellen, dass sich ihre Hilfe auf die ärmsten Menschen in der Welt konzentriert. Eine übermäßige Abhängigkeit von makroökonomischen Daten, welche auf nationaler Ebene ermittelt werden, versteckt die Realität der Armut und Ungleichheit innerhalb der Länder”, erklärte Sarah Kristine Johansen von der CONCORD Konföderation (Vertreter nationaler Hilfsorganisationen und 1.600 Nichtregierungsorganisationen).

Peru hebt Ausnahmezustand in Cajamarca auf

Dezember 2011
Nach massiven politischen Druck hat der peruanische Staatspräsident Ollanta Humala den Ausnahmezustand in der Region Cajamarca aufheben lassen. Die Regierung in Lima reagierte damit auf das vorläufige Ende der Proteste um das Bergbauprojekt “Conga” und die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit den Regionalregierungen von Cajamarca, Celendín, Hualgayoc und Contumaza sowie Vertretern der betroffenen Gemeinden.

Der Ausnahmezustand war am 4. Dezember 2011 verhängt worden, nachdem es im Streit um das milliardenschwere Projekt zu einer Regierungskrise gekommen war. Nachdem Lima Soldaten in die Region schickte und sämtliche Proteste untersagte, eskalierte der Streit. Der als deutlich kompromissbereit eingeschätzte Premierminister Salomón Lerner Ghitis trat in dessen Folge rund eine Woche später gemeinsam mit 10 Kabinettsmitgliedern zurück. Sein Nachfolger wurde der bisherige Innenminister Óscar Valdés, der dem geplanten Projekt mehr als offen gegenübersteht.

Der US-Bergbaugigant Newmont will in die Region insgesamt 4,8 Milliarden US-Dollar investieren, die Bewohner befürchten jedoch eine massive Umweltbelastung durch die Förderungen hochwertiger Erze wie Gold, Silber oder Kupfer. Unter anderem sollen für die Einrichtung des Minenbetriebes vier Bergseen geleert werden, zwei davon sollen am Ende sogar als Auffangbecken für kontaminiertes Wasser dienen.

Kritiker hatten sich zuletzt vehement gegen das Projekt gewehrt und verwiesen unter anderem auf bereits heute deutliche höhere Rate an Leukämieerkrankungen in der Region. Diese sei durch die jahrzehntelange Kontaminierung des Grundwassers durch andere Bergbauprojekte, unter anderem der “Yanacocha”-Goldmine verursacht.

Peru ist der weltweit zweitgrößte Produzent von Kupfer und Silber und der sechstgrößte Goldproduzent der Welt. Der Export der hochwertigen Metalle ist einer der Motoren der Wirtschaft und umfassen heute rund 60 Prozent aller Ausfuhren. Der erst in diesem Jahr ins Amt gekommene neue Staatspräsident Ollante Humala hatte im Wahlkampf versprochen, bei neuen Projekten mehr auf die Rechte der betroffenen Bevölkerung zu achten.

Erdbeben der Stärke 4,6 erschüttert Lima

Dezember 2011
Ein Erdbeben der Stärke 4,6 auf der nach oben offenen Richter-Skala hat am frühen Montagmorgen Ortszeit die peruanische Hauptstadt Lima erschüttert. Nach ersten Informationen der Geophysischen Instituts von Peru (IGP) wurden keinerlei Schäden verzeichnet. Auch soll es nach Radioinformationen keine Verletzten geben.

Die Erdstöße ereigneten sich um 0:37 Uhr (5:37 Uhr GMT), das Epizentrum lag rund 15 Kilometer südöstlich von Callao, dem Hafen der Pazifikmetropole. Die Tiefe wird von den Seismologen mit 15 Kilometern angegeben.

Der Erschütterungen sorgten bei der Bevölkerung allerdings für einen gehörigen Schrecken, rund 30 Sekunden bebte die Erde in dem mit rund 8 Millionen Menschen bevölkerten Region. Radio- und Telekommunikationseinrichtungen fielen für einige Minuten aus, auch kam es stellenweise zu kurzfristigen Unterbrechungen in der Energieversorgung.

Bereits Ende November gab es ein Bebe mit der Stärke 5,2. Das Zentrum lag ca. 15 km von der Küste Limas Entfernt im Meer.


Flughafensteuer entfällt ab 2011

Peru schließt die Flughafensteuer künftig in den Ticketpreis ein – sie muss nicht mehr gesondert am Flughafen bezahlt werden. Das gibt der Minister für Transport und Kommunikation, Enrique Cornejo, bekannt. Die Änderung gilt für alle Buchungen vom 1. Oktober 2010 und alle Abflüge vom 1. Januar 2011 an sowie für die Flughäfen Lima (Jorge Chávez) und Cusco (Alejandro Velasco Astete). Auf lange Sicht soll die Änderung an allen regionalen Flughäfen des Airport-Betreibers AdP (Aeropuertos del Perú) eingeführt werden.

Neue Entdeckungen in Machu Picchu

August 2010
Das Nationale Kulturinstitut Perus hat den Fund von drei Keramikobjekten auf dem Gelände von Machu Picchu bekannt gegeben. Die Keramiken wurden offenbar für rituelle Zeremonien genutzt und während archäologischer Forschungsarbeiten in der Inkastadt entdeckt. Dem Archäologen Rubén Maqque zufolge handelt es sich um kreisförmig mit Steinplatten überzogene Miniaturvasen, die verwendet wurden, um Mutter Erde Tribut zu zollen. Obwohl die Keramiken auf dem „Friedhof“ von Machu Picchu gefunden wurden, kamen keinerlei Knochen zum Vorschein. Archäologen mutmaßen nun, dass es sich bei der Fläche um ein Areal für Zeremonien gehandelt hat. Bereits seit Juli 2007 gehört Machu Picchu zu den sieben Weltwundern. Im vergangenen Jahr feierte die Inkastätte das hundertjährige Jubiläum ihrer Entdeckung durch Hiram Bingham.

Harpyie-Adler in der Nähe vom Refugio Amazonas

August 2010
Anfang des Jahres wurde in der Nähe des Refugio Amazonas eine Harpyie, ein seltener und riesiger Greifvogel, entdeckt. Anfang April wurde der Nachwuchs ausgebrütet. Inzwischen ist das Küken quicklebendig, und die Eltern kommen mit dem Füttern gar nicht mehr nach. Rainforest Expeditions bietet Führungen mit einem speziellen Guide an. Ein Teil der Teilnahmegebühr für diesen Ausflug kommt einer Paranuss-Stiftung zugute, da das Nest in einem Paranussbaum untergebracht ist. Schon mehr als 100 Gäste haben inzwischen das Harpye-Küken besucht.


Neue Entdeckungen in Machu Picchu

August 2010
Das Nationale Kulturinstitut Perus hat den Fund von drei Keramikobjekten auf dem Gelände von Machu Picchu bekannt gegeben. Die Keramiken wurden offenbar für rituelle Zeremonien genutzt und während archäologischer Forschungsarbeiten in der Inkastadt entdeckt. Dem Archäologen Rubén Maqque zufolge handelt es sich um kreisförmig mit Steinplatten überzogene Miniaturvasen, die verwendet wurden, um Mutter Erde Tribut zu zollen. Obwohl die Keramiken auf dem „Friedhof“ von Machu Picchu gefunden wurden, kamen keinerlei Knochen zum Vorschein. Archäologen mutmaßen nun, dass es sich bei der Fläche um ein Areal für Zeremonien gehandelt hat. Bereits seit Juli 2007 gehört Machu Picchu zu den sieben Weltwundern. Im vergangenen Jahr feierte die Inkastätte das hundertjährige Jubiläum ihrer Entdeckung durch Hiram Bingham.

Harpyie-Adler in der Nähe vom Refugio Amazonas

August 2010
Anfang des Jahres wurde in der Nähe des Refugio Amazonas eine Harpyie, ein seltener und riesiger Greifvogel, entdeckt. Anfang April wurde der Nachwuchs ausgebrütet. Inzwischen ist das Küken quicklebendig, und die Eltern kommen mit dem Füttern gar nicht mehr nach. Rainforest Expeditions bietet Führungen mit einem speziellen Guide an. Ein Teil der Teilnahmegebühr für diesen Ausflug kommt einer Paranuss-Stiftung zugute, da das Nest in einem Paranussbaum untergebracht ist. Schon mehr als 100 Gäste haben inzwischen das Harpye-Küken besucht.

Peru: 409 Tote bei Kältewelle

Juli 2010
Die extreme Kälte des derzeitigen peruanischen Winters und ihre Folgen haben nach Angaben des peruanischen Gesundheitsministeriums in diesem Jahr mehr als 400 Menschen getötet. In manchen Regenwaldregionen war die Temperatur an mehreren Tagen auf bis zu 10°C abgesunken, was vor allem Atemwegserkrankungen nach sich zog. Fast alle Todesopfer kamen aus den Risikogruppen, waren also Kinder unter 5 Jahren (200) oder Senioren über 60 Jahren (158). Besonders betroffen von der Kältewelle waren in diesem Jahr die Regenwaldregionen Loreto, San Martín und Ucayali, sowie die Andenregionen Arequipa, Huancavelica und Cusco. In den letztgenannten Regionen wurden Temperaturen von bis zu -20°C gemessen. Luis Suárez, Mitarbeiter des peruanischen Umweltministeriums, sagte, in vielen Fällen kämen Armut, Kälte, Unterernährung und ein durch Holzfeuer verschmutztes Raumklima zusammen, alles Faktoren, die Atemwegserkrankungen verschlimmern. Er rief deshalb die Betroffenen auf, sofort ein staatliches Gesundheitszentrum aufzusuchen.

Lebendes Fossil vom Aussterben bedroht

Juli 2010
Im Tabaconas Namballe Schutzgebiet in Peru ist es den dortigen Wildhütern erstmalig gelungen, Fotos des seltenen Andentapirs zu schiessen und somit seine Existenz in dem Nationalpark zu belegen. Bereits seit einiger Zeit waren die Park-Ranger dem Tier mit dem wissenschaftlichen Namen “Tapirus Pinchaque” auf der Fährte, nachdem mehrfach Spuren entdeckt wurden. Eine “Falle” aus automatischen Kameras schnappte nun zu und lieferte spektakuläre Bilder des “lebenden Fossils”. Der Bergtapir oder Andentapir existiert bereits seit 20 Millionen Jahren, ist aber mittlerweile fast vollständig ausgerottet. Experten schätzen, dass nur noch rund 2.500 Exemplare in den Andenregionen Kolumbiens, Ecuadors und des nördlichen Perus leben. Ihr Lebensraum sind Berg- und Nebelwälder in den Hochebenen bis zur Schneegrenze zwischen 2.000 und 4.500 Metern über dem Meeresspiegel. Es ist die kleinste der drei Tapirarten, die auf dem amerikanischen Kontinent heimisch ist, kann jedoch trotzdem bis zu 1,80 Meter lang und 180 Kilogramm schwer werden. Auch in Peru wird der Bestand der Andentapire als “extrem gefährdet” klassifiziert. Naturschützer gehen davon aus, dass sich rund 90 Prozent der Population im “Santuario Nacional Tabaconas Namballe” aufhält. Dieses 1988 eingerichtete Naturschutzgebiet liegt rund 800 Kilometer nördlich von Lima in der Provinz San Ignacio und umfasst eine Fläche von 29.500 Hektar. In den Nebelwäldern leben 33 Vogelarten und 17 Säugetierarten.

Tochter von Ex-Präsident will bei Wahlerfolg Vater begnadigen

Juli 2010
Keiko Fujimori, Kongressabgeordnete und Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori, führt die Umfragen für die Präsidentschaftswahlen in Peru 2011 mit 22% an. Der Bürgermeister von Lima, Luis Lossio und der ehemalige Präsident Alejandro Toledo (2001-2006) folgen auf den Plätzen. In Peru sind 2011 Präsidentschaftswahlen. Unter dem derzeitigen Präsidenten Alan Gabriel Ludwig García Pérez hat sich die peruanische Wirtschaftstätigkeit im Verlauf des Jahres 2009 bis hin zum Jahresbeginn 2010 kräftig erholt. Das im regionalen Vergleich überdurchschnittliche Wachstum Perus hält weiter an. Peru zählt zu den wenigen Staaten weltweit, die auch im Krisenjahr 2009 ein Wirtschaftswachstum verzeichnen konnten. Nach einer bundesweiten Umfrage ist Keiko Sofía Fujimori Higuchi, seit 2006 peruanische Parlamentsabgeordnete und Vorsitzende der Fraktion Alianza por el Futuro, aussichtsreichste Kandidatin für das Präsidentenamt in Peru. Fujimori führt die Umfragen mit 22% vor dem Bürgermeister von Lima, Luis Lossio, (20%) und dem ehemalige Präsidenten Alejandro Toledo (14%) an. Keiko Fujimori wird damit als aussichtsreiche Kandidatin für die peruanischen Präsidentschaftswahlen 2011 gehandelt. Sie kündigte an, im Falle eines Wahlsiegs ihren 2007 wegen Menschenrechtsverletzungen zu 25 Jahren Haft verurteilten Vater begnadigen zu wollen.

Drei Staaten wollen WM 2026 in die Anden holen

Juli 2010
Die gemeinsame Bewerbung von Ecuador, Peru und Kolumbien um die WM 2026 bekommt prominente Unterstützung. Kolumbiens Staatspräsident Alvaro Uribe hat sich eingeschaltet. Kolumbiens Staatspräsident Alvaro Uribe will helfen, die WM 2026 in die Anden zu holen. Er unterstützt eine gemeinsame Bewerbung der Andenstaaten Ecuador, Peru und Kolumbien um die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2026. "Dies ist ein positiver, konstruktiver Vorschlag, der vorstellbar erscheint", sagte das Staatsoberhaupt der Tageszeitung "El Espectador."

Inka-Stadt wieder voll erreichbar

Juli 2010
Zu Fuß und mit Bussen ist die von schweren Unwettern betroffene Inka-Stadt, Perus wichtigste Touristenattraktion, schon seit April 2010 wieder zugänglich. Jetzt fahren auch alle Züge wieder normal. Der Zugbetrieb von der Stadt Cusco bis nach Machu Picchu ist nach monatelanger Unterbrechung wieder vollständig aufgenommen worden. Die im Süden des südamerikanischen Landes verlaufende Strecke war durch heftige Regenfälle und Überschwemmungen im Januar 2010 an zahlreichen Stellen beschädigt worden und musste in monatelanger Arbeit repariert werden.

Spektakulärer Fund in Peru: Forscher finden Urzeit-Wal mit riesigen Zähnen

Juli 2010
Sensationsfund in Südamerika: In der Wüste Perus stießen Forscher auf die Überreste eines Wals, der ein wahres Ungeheuer gewesen sein muss - mit Zähnen, die bis zu 12 Zentimeter dick und länger als 36 Zentimeter waren. Im ersten Moment dachten die Forscher, sie hätten auf ihrer Expedition in der Wüste Perus Elefantenstoßzähne gefunden. Bald wurde ihnen jedoch klar, was sie vor sich hatten: ein gigantisches Gebiss eines Urzeit-Wals mit riesigen Zähnen, die länger als 36 Zentimeter sind und einen Durchmesser von acht bis zwölf Zentimetern haben. Das entspricht den Maßen eines männlichen Unterarms. Das Monster, das einem Pottwal ähnelt, lebte vor schätzungsweise 12 bis 13 Millionen Jahren, schreiben die Wissenschaftler im britischen Fachjournal "Nature".

Cusco verbietet Machu Picchu-Helikopterflüge

Juli 2010
Die Region Cusco hat zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt kommerzielle Helikopterrundflüge über die Machu Picchu-Ruinen, sowie die umliegenden Schutzgebiete verboten. Das geht aus einer Verordnung der Regionalregierung Cusco hervor. Damit setzte die Regionalregierung einen langgehegten Wunsch von Umweltschützern um, die sich um den Bestand und Schutz seltener Tierarten wie dem Brillenbär, der Vicuñas, der Guanacos, sowie der Andenklippenvogel (Gallito de las Rocas) sorgten. Die Verordnung bezieht sich dabei ausdrücklich auf kommerzielle Helikopterflüge, Hilfsflüge wie im vergangenen Januar, als wegen der schweren Regenfälle die Zugangswege nach Machu Picchu vorrübergehend unpassierbar waren, sind damit von dem Verbot ausgenommen.

Bolivien

Umrechnungskurs (Stand: Dezember 2011):

  • Der Umrechnungskurs für die bolivianische Währung liegt bei etwa:
    6,91 Bolivianos für 1 US-Dollar und 9,03 Bolivianos für 1 EUR.


Bolivien, Peru und Venezuela im Fadenkreuz der Drogenkartelle

Dezember 2011

Die kolumbianische Außenministerin María Ángela Holguín Cuéllar forderte bei ihrem Besuch in Bolivien eine stärkere regionale Zusammenarbeit im Kampf gegen den Drogenhandel. Nach ihren Worten ist es eindeutig, dass die kolumbianischen Drogenkartelle mit Organisationen in Bolivien, Peru und Venezuela zusammenarbeiten.

Holguín besprach mit ihrem Amtskollegen David Choquehuanca während des offiziellen Besuchs am bolivianischen Regierungssitz La Paz auch mehrere Programme zur Förderung der bilateralen Zusammenarbeit.

Kolumbien, Peru und Bolivien sind nach UN-Angaben die weltweit größten Produzenten von Kokain. Die Drogen gelangen meist über Venezuela/Dominikanische Republik und Mexiko auf die Märkte der USA und Europa.


Autonomiegesetze der Provinzen werden nicht berücksichtigt

Juli 2010
Der Nationalkongress in Bolivien hat am Samstag kurz vor der Winterpause das umstrittene “Gesetz für Autonomie und Dezentralisierung” verabschiedet. Es ist eines von fünf Gesetzen, die bis zum 22. Juli ratifiziert werden mussten, um so die von Staatspräsident Evo Morales Anfang 2009 durchgesetzte Verfassungsreform zu erfüllen. Die Neuregelung wurde durch die Stimmen der Regierungsparteien in Kongress und Senat nach über 30-stündiger Beratung angenommen, zu größeren Aussprachen oder Debatten über die Vorschläge der Opposition kam es dabei jedoch nicht. Das Gesetz regelt den territorialen Aufbau des Landes, die Ausarbeitung der Autonomiegesetze, die Verlagerung und Zuweisung von Kompetenzen sowie die Finanzpolitik. Laut der Oppositionspolitikerin Norma Piérola erkennt das Gesetz die im Jahr 2008 von den Provinzen Santa Cruz, Beni, Pando und Tarija verabschiedeten Autonomiegesetze nicht an. Dies sei einer der Hauptkritikpunkte der Opposition, so die Politikerin. Piérola kritisierte zudem die “autoritäre und missbrauchende” Art von Vizepräsident Álvaro García Linera in seiner Funktion als konstitutioneller Präsident des Kongresses. García Linera habe die Beteiligung der Opposition an der Parlamentssitzung massiv eingeschränkt. Auch die Vereinigung der Indigenen Völker im westlichen Bolivien (Cidob) protestierte mit einem Marsch von 1.200 Kilometern von der Provinz Beni bis nach La Paz gegen die Regierung Morales und das Gesetzesvorhaben. Ihnen geht die Neuregelung nicht weit genug. Sie forderten, dass das Gesetz den von ihnen gegründeten autonomen Siedlungen umfassendere Kompetenzen zusichert. Vizepräsident Álvaro García Linera lobte hingegen die Arbeit der Parlamentarier und erklärte, die Mitglieder des Nationalkongresses hätten die fünf notwendigen Gesetze in “Rekordzeit” verabschiedet, um die Anforderungen für die Verfassungsänderungen innerhalb der vorgegebenen Frist bis zum 22. Juli 2010 zu erfüllen. “Es ist ein historisches Gesetz, weil die neue Verfassung einen neuen Staat ermöglicht, und dieses Gesetz der Autonomie ist das reelle, detaillierte und benötigte Konstrukt einer autonomen Struktur des Staates” so García Linera. Morales wird das Gesetz am Monat offiziell absegnen und dadurch für rechtskräftig erklären.

Bolivien spendet Reis für Kuba

Juli 2010
Boliviens Regierung wird ca. 3.000 Tonnen Reis für die Karibikinsel Kuba spenden, um den chronischen Mangel dieses Produktes im Land zu lindern. Bolivien ist damit nach Vietnam das zweite Land, welches Kuba mit einer Reislieferung unterstützt. Von ständigen Naturkatastrophen betroffen, leidet die Reiseproduktion in Kuba enorm. Die Nachbarinsel der Dominikanischen Republik gehört zu den sieben Ländern mit dem höchsten Verbrauch an Reis. Die Spende wurde bereits von der bolivianischen Regierung per Dekret vom 09. Juni genehmigt und wird von der chilenischen Hafenstadt Aica aus verschifft werden. Bereits im Oktober 2009 erhielt Kuba von Vietnam 3.000 Tonnen Reise, fünfhundert Computer und Fernseher sowie 8.000 Bücher und 600 Paar Schuhe. Kuba und Bolivien sind ein Teil der Bolivianischen Alternative für die Völker unseres Amerika (ALBA). Seit dem Amtsantritt von Evo Morales im August 2006 befindet sich eine kubanische Arzte-Brigade in Bolivien und führt kostenlose Augenoperationen durch.

USA sehen positive Beziehungen zu Bolivien

Juli 2010
Bolivien und die USA wollen stärker kooperieren. Der US-Botschafter in Chile, Paul Simons, bezeichnete die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Bolivien als positiv. „Die USA und die Regierung von Bolivien arbeiten eng zusammen“, teilte der US-Diplomat in einem Rundfunkinterview mit. Simons verwies dabei auf die jüngsten Erklärungen von Arturo Valenzuela und Boliviens Außenminister David Choquehuanca, die in die gleiche Richtung zielen. „Die Dinge mit Bolivien bewegen sich in eine positive Richtung“, so der Botschafter Simons. Die Beziehungen zwischen La Paz und Washington hatten sich seit September 2009 verschlechtert. Bolivien beschuldigte damals die USA der Verschwörung gegenüber Staatspräsident Evo Morales und verwies den Botschafter des Landes.